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Akute Komplikationen bei Diabetes:
Diabetisches Koma und Hypoglykämien

Symptome der Unterzuckerung

Die Symptome der Hypoglykämie sollten allen Insulin- oder tablettenpflichtigen Diabetikern bekannt sein. Denn sie sind das Frühwarnsystem des Körpers vor einer Unterzuckerung. Meist kündigt sich die Unterzuckerung zuerst durch Müdigkeit, Schwächegefühl, Heißhunger, Herzklopfen und Schweißausbruch an. Es folgen Konzentrationsschwäche, Sehstörungen, Stimmungsveränderungen sowie Wortfindungsstörungen. Im Endzustand kommt es zu Bewusstseins-Störungen mit Eintrübung bis zur völligen Bewusstlosigkeit mit Krampfanfällen. Die letzten Symptome sind zum Glück selten und können in den allermeisten Fällen durch eine rechtzeitige Gabe von schnell resorbierbaren Kohlenhydraten vermieden werden.

Leichte Unterzuckerungen, die rechtzeitig erkannt und behandelt werden, haben keine schädlichen Folgen. Um sofort handeln zu können, sollte jeder Diabetiker seine individuellen Frühwarnsymptome kennen.

So bekämpfen Sie eine Unterzuckerung

Als geeignete Gegenmittel sind an erster Stelle schnell resorbierbare Kohlenhydrate zu nennen, also solche, die schnell in die Blutbahn aufgenommen werden. Dazu gehören Trauben- und Haushaltszucker. Noch schneller wirkt in warmem Wasser gelöster Zucker. Außerdem geeignet: mit Zucker gesüßte Säfte aller Art, Fanta, Cola oder Kompotte. Sie sind festen zuckerhaltigen Nahrungsmitteln wie Keksen, Rosinen oder Kuchen vorzuziehen.

Wichtig ist, dass der Betroffene bei den ersten Anzeichen einer Unterzuckerung sofort reagiert. Deshalb sollten Diabetiker stets Traubenzucker bei sich tragen und für die Nacht griffbereit auf dem Nachttisch liegen haben.

Die Symptome einer leichten Unterzuckerung werden durch die vorgenannten Maßnahmen schnell behoben. Eventuell empfiehlt sich die Einnahme einer weiteren Broteinheit in Form von Obst oder eines Butterbrotes, damit sich der Unterzucker in der Folgezeit nicht wiederholt. Falsch ist es jedoch, aus übermäßiger Angst vor neuen Unterzuckerungen unkontrolliert Kohlenhydrate zu sich zu nehmen.

Unterzuckerungen mit Bewusstlosigkeit sind nicht so einfach zu therapieren. Hier müssen Glucagon oder Glucose injiziert werden. Glucagon ist ein Hormon, das ebenfalls in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es setzt in der Leber Glucose frei und erhöht dadurch den Blutzucker (Gegenspieler des Insulins).

Ein bewusstloser Patient ist nicht mehr in der Lage, sich selbst zu helfen. Deshalb müssen die Angehörigen Glucagon injizieren können. Das Mittel verschreibt der Hausarzt, und es muss für den Notfall zu Hause griffbereit stehen. Doch die ganze Notfallvorsorge ist nutzlos, wenn nicht die Angehörigen des Diabetikers das Aufziehen des Glucagons üben. Denn wenn eine schwere Unterzuckerung auftritt, bleibt keine Zeit mehr für das Studium von Gebrauchsanleitungen. Es muss sofort gehandelt werden. Eine Desinfektion der Haut mit Alkohol ist wie bei der Insulininjektion nicht erforderlich.

Das Glucagon wirkt gleich schnell bei einer Injektion ins Muskel- oder ins Unterhautfettgewebe. Eventuell ist eine weitere Injektion des Wirkstoffes nötig. Sobald sich der Zustand des Patienten gebessert hat, sollte er schnell resorbierbare Kohlenhydrate zu sich nehmen, weil er andernfalls erneut in eine Unterzuckerung geraten kann. Falsch ist es jedoch, einem bewusstlosen Patienten Flüssigkeit einflößen zu wollen, weil diese nämlich über die Luftröhre in die Lunge geraten und Komplikationen wie zum Beispiel eine Lungenentzündung auslösen kann.

Sollten alle diese Maßnahmen keinen Erfolg zeigen, muss sofort der Hausarzt oder der Notarzt benachrichtigt werden. Er wird dem Bewusstlosen über eine Vene Glucose zuführen. Danach tritt in den meisten Fällen eine sofortige Besserung ein, und die Einweisung in ein Krankenhaus wird überflüssig.

Begleit- und Folgeerkrankungen Diabetes melitus

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